Minitrantenaufnahme in Retz am dritten Adventsonntag

Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört. (1 Thess 5,16-18)

Nervös waren sie schon ein bisschen: Armin, der sich nach langem Zögern schließlich zu den Zwillingen Jakob und Simon als Ministrant dazugesellt hatte, sowie Anna, die das Quartett vervollständigt. Am dritten Sonntag des Advents waren Jakob und sein Bruder Simon schon um 09:40 Uhr in der Sakristei: „Damit wir nicht zu spät kommen!“ Sonntag, 14.12.2014. Tag der Ministrantenaufnahme.

miniaufnahme2014_2Simon, Jakob und Anna helfen die Kerzen bei den Altären anzünden. Noch schnell den Ablauf durchgeprobt, endlich kommen auch die anderen Ministranten – und wie viele!!! – und schließlich ist auch der letzte Kandidat da. Es kann losgehen!
Mit dem berühmten „Procedamus“ setzt sich der Zug der Ministranten in Bewegung. Anna, Armin, Jakob und Simon noch ohne Ministrantengewand. So wird sichtbar: Noch gehört ihr nicht ganz zur Ministrantengemeinschaft dazu. Deshalb nehmen die vier auch noch in den Bänken bei der Gemeinde Platz.
Pfarrer Clemens Beirer predigt über die Freude – wie könnte es anders sein an diesem so genannten Freudensonntag. Freut euch jederzeit! So ruft Paulus seiner Gemeinde in Thessalonich zu (1 Thess 5,16). Wie das gelingt sagt er zum Glück auch: Betet ohne Unterlass! – so wie es durch das regelmäßige Gebet in den Ministunden auch anzuregen versucht wird. Dankt für alles! Also auch für das Minus in Betragen und den Streit mit einem Freund. Denn ihr gehört Christus. Weil wir Christus gehören und weil er also mit uns alles durchsteht und schließlich alles Böse überwindet und den Weg zum Leben eröffnet, können wir für alles danken. Griechisch heißt das eucharistein. Klar, dass daher die Eucharistie, die Hl. Messe, Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens ist.

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Naja, jedenfalls kommt nach der Predigt endlich die Mini-Aufnahme. Mit einem „Hier bin ich“ treten die aufgerufenen Kandidaten für alle sichtbar nach vorne.
„Seid ihr bereit, in die Gemeinschaft der Ministranten aufgenommen zu werden?“
„Ich bin bereit.“

„Seid ihr bereit, euren Dienst als Ministranten freiwillig, treu und gewissenhaft zu tun?“
„Ich bin bereit.“

„Seid ihr bereit, Christus am Altar und in eurem täglichen Leben zu dienen?“
„Ich bin bereit.“

Gemeinsam beten die neuen wie die „alten“ Ministranten das Ministrantengebet:
"Herr Jesus Christus, du hast uns gerufen zum Dienst am Altar. Dir zu dienen ist unsere Ehre und Aufgabe. Du bist in unserer Mitte, wenn die heiligen Geheimnisse gefeiert werden. Du bist uns nahe zu jeder Zeit. Siehe, wir sind bereit, uns für dich einzusetzen: im Dienst am Altar und in den Aufgaben unseres Lebens. Öffne unsere Ohren, damit wir deine Stimme hören können. Zeige uns, was du mit uns vorhast, und lehre uns deinen Auftrag jederzeit freudig zu erfüllen."

miniaufnahme2014_4Dann segnet der Pfarrer jeden einzelnen von ihnen. Nach dem großen Segensgebet erhalten sie das Ministrantengewand. Nach ein paar Fotos (einen herzlichen Dank an den Dir. Himmering für die Fotos) dürfen sich Anna, Armin, Jakob und Simon auf ihre Plätze begeben und schließlich bei der Gabenbereitung ministrieren.

Ein großes Fest für die ganze Gemeinde. Stellen die Ministranten nicht nur einen wertvollen praktischen Dienst dar, sondern wachsen sie auch so in ein vertieftes Verständnis von Glaube und Feier hinein. Insofern soll auch den Eltern, die dies erlauben, ein herzliches Dankeschön gesagt sein.

miniaufnahme2014_5Mit Wehmut, dafür mit umso eleganter geformter Rede, verabschiedete Klaus Wiklicky den bewährten in die Jahre gekommenen MaxiMini Martin Kerschbaum. Er erinnerte an dessen Pionierleistungen gemeinsam mit dem Pastoralassistenten Franz Stastny und Maxi Suttner-Gatterburg:
- er durchbrach die magische Grenze von 14 Jahren bei den Ministranten als einer der Ersten
- er gründete die MaxiMinis, eine bis heute eng befreundete Gruppe,
- er führte das Ratschen ein,
- er "inszenierte" die Kar- und Osterliturgien durch
- und organisierte verschiedene andere Aktivitäten über das Jahr verteilt.

Eine Ära geht zu Ende. Aber nach 22 Jahren aktivem Dienst darf man schon einmal in „Pension“ gehen, wobei Martin Kerschbaum nicht umhin kam zu versprechen, nach wie vor als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Eine Urkunde und großer Applaus drücken die Dankbarkeit der ganzen Gemeinde für die geleisteten Dienste aus.

 

Ein herzliches Vergelt’s Gott an Martin Kerschbaum!

Ein herzliches Vergelt’s Gott auch den Ministranten, die zu diesem Anlass so zahlreich kamen.

Und ein herzliches Vergelt’s Gott natürlich an die neuen Ministranten und ihre Eltern.

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Pfarrer Clemens Beirer

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