PVBR-Klausur Teil 3: Gottesdienste

Was tut sich so in der Pfarre? Was gibt es für Anliegen? ... Diese Fragestellungen führten zu vielen Wortmeldungen, die unter verschiedenen Hauptthemen zusammengefasst wurden, darunter "Ressourcen", "Pastorale Felder" und - als drittes - dem Thema "Gottesdienste": Wie schaut es mit den Kartagen und der Osternacht aus: Finden sie in UN oder ON statt? Könnten die Gottesdienste in den kleineren Gemeinden samstags unter dem Jahr später als um 17:00 Uhr, in den Sommermonaten aber etwas früher als um 19:00 Uhr gefeiert werden? Wie schaut es mit den Feldmessen aus? Können Trauungen auch im Grünen stattfinden? Wird es Familiengottesdienste geben?

Anbetung in der Rathauskapelle Retz

Anbetung in der Rathauskapelle Retz.

In einer intensiven Diskussion, die auch die heißen Eisen nicht aussparte, versuchten Franz Kerbler (PGR ON), Christa Krafek (PGR UN), Ludwig Norbert (PGR KH) und Pfarrer Clemens Beirer sich auf ein Richtungsziel zu einigen. Das war gar nicht einfach. Schließlich half eine simple Fragestellung weiter: Wozu wollen wir das? Was wird dadurch möglich? - Was wird möglich, wenn Gottesdienstzeiten geändert werden?

Die Antwort war schnell gegeben: Vielleicht kommen mehr Menschen in die Kirche. Und nachgefragt: Wozu wollen wir das? Antwort: Weil Gemeinschaft schön ist. Was ermöglicht aber diese zum Gottesdienst versammelte Gemeinschaft? Antwort: In ihr ist Christus gegenwärtig. Frage: Wozu wollen wir das? Antwort: Er verändert unser Leben. Durch dieses Frage nach dem Sinn und Ziel von bestimmten Anliegen gelangten wir zu folgender Aussage: Kirche - eine Begegnung mit einer Gemeinschaft, die zur Begegnung mit Christus wird, der verwandelt.

Einem Teilnehmer war das nicht genug. Auf der Diözesanversammlung in Wien 2013 hatte er unter den vielen hunderten Teilnehmern eine Gemeinschaft  erfahren, die ihn begeistert hatte. Diese Gemeinschaft hatte eine besondere Qualität gehabt, sie steckte an, sie begeisterte. Deshalb gab die Gruppe ihrem Richtziel schließlich folgenden Gehalt: Ich bin begeistert durch die Begegnung mit einer Gemeinschaft, die für mich zur Begegnung mit Christus wird, der mich verwandelt.

So wichtig also viele Detailfragen sind, so wurde der Gruppe doch bewusst, dass dieses Ziel nicht aus den Augen verloren werden darf: Es geht um Gemeinschaft untereinander, die zur Gemeinschaft mit Christus wird, eine Gemeinschaft, die attraktiv ist, ansteckt, weil sie schön, begeisternd ist. Als Grobziel wurde der Aspekt der Gemeinschaft vertieft. Gottesdienste setzen eine Gemeinschaft voraus, die auf andere zugeht. Dies kann geschehen, indem wir andere zum Gottesdienst einladen, kann auch Anregung sein, unsere Gottesdienstformen und -zeiten zu überdenken oder mehr darüber zu sprechen, was wir eigentlich feiern, um den Sinn zu erschließen, kann heißen, sich zu freuen, wenn ein Fremder auf "meinem" gewohnten Platz in "meiner" Bank sitzt, ....

Leider fehlte der Gruppe die Zeit, dieses Grobziel nochmals zu verfeinern, um es auch noch konkreter werden zu lassen. Doch wurde ein wichtiges Ziel erarbeitet, das der Pfarrverbandsrat weiter verfolgen kann.

Pfarrer Clemens Beirer

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