minitag_2015_14So groß ist der Herr!

Am Pfingstdienstag versammelten sich 73 Minis zu einem Gottesdienst, als der Pfarrer Clemens Beirer bestürzt zum Mikrofon griff und den Minis verkündete: "Es ist eingebrochen worden." Sämtliche Gegenstände seien weg. Alles, was man so für einen Gottesdienst brauche, Kelch, Hostienschale, ... sei mitgenommen worden. Er bitte die Minis um ihre Hilfe. Sie mögen in Gruppen ausschwärmen und die Gegenstände suchen.

minitag_2015_6Sogleich formierten sich 12 Gruppen, um zurück zu holen, was verloren gegangen war. Dabei trotzten sie dem unbeständigen Wetter mit guter Laune und frohem Gemüt. Knifflige Fragen aus der Hl. Schrift etwa, wie der Mann hieß, der seines Weingartens wegen umgebracht wurde (Nabot, siehe 1 Kön 21), konnten beantwortet werden. Sie erfuhren von welchem Baum der Weihrauch ursprünglich stammte, wie er in die Liturgie geriet und wo im Gottesdienst er warum verwendet wird. Durch die Unterstützung der Bäckerei Cyrill Blei konnten Hostien hergestellt werden. Im Museum Retz, Bürgespital, machte man sich den Fleiß der Bienen zu eigen und formte Bienenwachskerzen. Wer hätte geahnt, dass wegen der "Keuschheit" der Bienen früher nur Bienenwachskerzen den Altar schmücken durften?

minitag_2015_12Eher vorsichtig näherten sich die Minis dem eigenartigen Prediger, der wie Johannes in der Wüste, die Menschen neugierig anzog und zugleich befremdet zurück ließ: Ist er verrückt? "Betet, betet, Brüder ...!", rief der Theater erprobte Martin Kerschbaum. Ein Aufruf, den die Minis später noch einmal brauchen würden. Zunächst aber bekamen sie einen alten lateinischen Text mit, der sich als Vater Unser entpuppte.

minitag_2015_21Ob Weihwasser oder Korporale, das Abendmahl im Café Wiklicky, die Hl. Schrift in der Stadtbibliothek Retz oder das Basteln eines irischen Kreuzes. Nach und nach hatten die Minis die verlorenen Gegenstände eingesammelt und kehrten zufrieden und auch schon etwas müde ins Basislager der Pfarre Retz zurück.

Als alle eingetroffen waren, wollte man nun endlich Gottesdienst feiern. P. Egyd OP hätte der Feier vorstehen sollen. Aber er wollte nicht: "Nein, ich will nicht! Ich will nicht in die Kirche!" Schwupps, stülpte er sich Kopfhörer um, spielte auf seinem I-Phone und trank Bier. Was tun? Wie schafft man es, eine Person von all den Anhänglichkeiten zu befreien?

Ausgerüstet mit den entsprechenden Gegenständen, wurde P. Egyd OP mittels des lateinischen Vater Unser, dem Weihwasser und einem schönen Stück Weihrauch schließlich aus der Anhänglichkeit "befreit" und schien darüber nicht unglücklich zu sein. Jedenfalls ging er fröhlich mit den Minis hinüber in die Pfarrkirche, wo eine gemeinsame eucharistische Anbetung gefeiert wurde.

Die MaxiMinis der Pfarre Retz hatten schon alles vorbereitet und gestalteten eine eindrucksvolle Feier. Mit dem Lied "So groß ist der Herr" endete der Gottesdienst. Das Lied noch auf den Lippen schloß der Minitag im Pfarrkeller mit Würstel und Kuchen.

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Wir danken für die Unterstützung dieses Tages folgenden Einrichtungen:
Bäckerei Cyrill Blei
Café Konditorei Wiklicky
Computerclub Retz
Dorferneuerungsverein Altstadt Retz
EFEU Weltladen Retz
Museum Retz
Stadtbücherei Retz
Stadtgemeinde Retz
sowie mehr als 30 ehrenamtlichen Einzelpersonen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die an dem gelungenen Minitag Verantwortung getragen haben!

Pfarrer Clemens Beirer

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