Landkarte Pfarrverband RetzKleinhöflein, Kleinriedenthal, Obernalb, Retz und Unternalb gehen in einen Pfarrverband zusammen

Seit nunmehr fünf Jahren führten diese 5 Pfarren eine „wilde Ehe“. Sie arbeiteten als Pfarrverband, ohne eigentlich ein Pfarrverband zu sein. Bei der Vollversammlung aller Pfarrgemeinderäte am 14. November 2016 haben alle einzelnen Pfarrgemeinderäte für das Zusammengehen als Pfarrverband gestimmt.

Was ist ein Pfarrverband?

Mehrere Pfarren schließen sich zu einer intensiven Zusammenarbeit zusammen. Sie bleiben rechtlich selbständig, sichern aber das Miteinander rechtlich verbindlich ab. Dadurch können Kräfte stärker gebündelt werden und es nimmt den Druck, alles allein tun zu müssen. Das Miteinander weitet den Horizont und erlaubt, Charismen und Talente über die eigene Pfarre hinaus zu nützen. Gleichzeitig bleibt die Verwurzelung durch die Pfarre vor Ort.

In welchem Zusammenhang stehen „Pfarrverband“ und „Entwicklungsprozess der Erzdiözese Wien“?

Diagramm Diözesaner Entwicklungsprozess

Die Veränderungen in der Gesellschaft lassen auch die Kirche nicht unberührt. Darüber hinaus gilt es Administration abzubauen, um mehr Ressourcen für die Mission und Jüngerschaft freilegen zu können. Bis 2022 sollen 80% der derzeit bestehenden 657 Pfarren zu 140 neuen Pfarren zusammengeführt werden. Die Frage, welche Pfarren zusammengelegt werden, wurde in einem längeren diözesanen Prozess unter Einbindung der Pfarren beantwortet. Für unser Gebiet sind das die Pfarren Kleinhöflein, Kleinriedenthal, Mitterretzbach, Obernalb, Retz, Unternalb und Unterretzbach. Bis 2019 können hier die Pfarren selbständig vorangehen, dann wird sich die Diözese stärker in die Umwandlung der Pfarren einbringen.

Die Pfarrgemeinderäte des „Pfarrverbandes Retz“ haben am 14. November ein starkes Signal gesetzt. Sie möchten den kommenden PGR die Last der Veränderung abnehmen und aus der bisherigen gesammelten Erfahrung den Schritt zum Pfarrverband noch vor der Wahl der neuen Pfarrgemeinderäte am 19. März 2017 umsetzen. Mag. Stefan Lobnig von der ED Wien hatte sich bereit erklärt, noch im Dezember 2016 sich gemeinsam mit den Stv. Vorsitzenden der einzelnen PGRs und dem Team Pfarrer, Pastoralassistentin und Diakon zusammenzusetzen, um die weiteren Schritte zu besprechen.

Was wird anders?

Persönlich glaube ich, dass die Veränderung im Leben der Gläubigen kaum spürbar werden wird, weil wir praktisch schon leben, was nur noch rechtlich gesichert gehört. Aber ich hoffe, dass das Miteinander zu einem Füreinander wird. Die große Chance des Pfarrverbands sehe ich in einem starken Pfarrverbandsrat. Mit ihm hoffe ich stärker strategisch und planerisch denken und arbeiten zu können. Das bindet Laien intensiver in die Mitverantwortung ein, in der sie sich gleichermaßen gefordert wie gefördert erfahren werden.

Ich danke allen, die diesen Prozess mittragen.

Pfarrer Dechant Clemens Beirer

 

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