Leben auf der Wartetaste

Warten ist lästig. Egal, ob wir auf die nächste Bim warten, die Behandlung beim Zahnarzt herbeifürchten, den Installateur zur Heizungsreparatur erwarten, immer geht wertvolle Zeit verloren, sitzen wir wie auf Nadeln herum und sind genervt. Und doch gibt es eine Wartezeit, die wir vielfältig erleben, die wir fast auskosten. Es ist der Advent, die Wartezeit auf die Ankunft des Herren.

Advent

Advent ist Erinnerung und Erwartung, Vergangenheit und Zukunft. Der Advent ist eine Fastenzeit, in der Christinnen und Christen zur Ruhe kommen sollen, sich auf die Wurzel ihres Glaubens, Gott, besinnen können. Wir denken an die Geburt Jesu vor mehr als 2000 Jahren und wir denken auch an das Kommen Jesu am Ende der Tage. Diese Tage der Vorfreude können nicht nur in der Familie und persönlich im Gebet, beim Backen, beim Punschtrinken und Wohnungsputz verbracht werden. Auch die Gemeinschaft der Kirche lädt ein, diesen Weg der Vorbereitung gemeinsam zu begehen.

Rorate: Um 6:00 Uhr morgen versammeln sich die Gläubigen jeden Morgen in einer anderen Pfarrkirche des Pfarrverbandes Retz. Am Donnerstag wird Roratemesse in Retz gefeiert.

Krippenspiele: Die Kinder und Jugendlichen bereiten in den Pfarren des Pfarrverbandes intensiv Krippenandachten für den Heiligen Abend vor. Es wird gesungen, gespielt, gebetet und gebastelt. Das Evangelium wird durch dieses gemeinsame Tun auch schon für die ganz Kleinen begreifbar. Es braucht auch immer wieder Menschen für den technischen Support oder zur Unterstützung der jüngeren Akteure. Alle, die mitmachen wollen, sind herzlich eingeladen, zu den Proben zu kommen.

Adventmärkte: Auf vielen Adventmärkten gibt es auch die Möglichkeit, bei Konzerten oder Adventbesinnungen zur Ruhe zu kommen. Und in hoffentlich besinnlicher Stimmung Aufmerksamkeiten zum Fest für seine Lieben zu kaufen. Durch die liebevoll gefertigten Werke auf den Märkten der Caritas oder der Katholische Frauenbewegung werden gleichzeitig auch karitative und kirchliche Dienste unterstützt.

Herbergssuche: In vielen Pfarren besteht die Möglichkeit, die Herbergssuche von Maria und Josef durch die Aufnahme eines Herbergsbildes oder einer Statue ins eigene Heim besonders intensiv nachzuempfinden. Mit dem Herbergsbild im Haus ergeben sich oft auch zwischendurch Momente der Besinnung, Gespräche mit den Kindern oder können Nachbarn und Freunden zum gemeinsamen Herbergsgebet eingeladen werden. Erkundigen Sie sich in ihrer Pfarre oder im Pfarrbüro des Pfarrverbandes, ob und wann noch Termine frei sind. Und nachdem wir im heurigen Jahr nicht nur mit der Herbergssuche von Maria und Josef konfrontiert sind, sondern auch mit der vieler Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, sind wir als Christinnen und Christen auch zum aktiven Helfen eingeladen.

Wir sind nicht zum sinnlosen Warten auf das große Glück verdammt, wir können als Kirche durch die Gnade und den Segen Gottes zum Segen für die Welt werden. Wenn uns dies gelingt, kann Gott Mensch werden.

 

PS: Viele weitere Anregungen und Gedanken finden Sie auch auf der Homepage der Erzdiözese Wien www.erzdioezese-wien.at unter Glauben und Feiern oder im ganz persönlichen Gebet mit Jesus.

(wm)

 

Weiterführende Links

 

Adventkalender

kfb Adventkalender: 13. Dezember

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