Medjugorje

Medjugorje gilt als Gnadenort, nicht nur, weil die Muttergottes seit 1981 regelmäßig erscheint, sondern auch, weil hier viele Menschen durch diese Botschaften ihren Glauben bekräftigen oder gar erst wieder zu Gott zurückgefunden haben.

Diejenigen, die das erste Mal nach Medjugorje aufbrachen, waren mit einer besonderen Neugierde erfüllt, was sie erwarten würde. Mit dem Autobus ging unsere Pilgerfahrt am Montag, den 10.11. um 5:00 Uhr Früh von Hollabrunn los. Die lange Anreise (ca. 14 Stunden) unterbrachen wir in Ehrenhausen für einen Gottesdienst mit unserem Begleitpfarrer Pater Franz. Die weitere Busfahrt über sangen wir Marienlieder und beteten den Rosenkranz. Unsere Pilgerleiterin Monika Sulz erzählte uns über Ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf ihren Pilgerreisen.

Bei unserer Ankunft war der Empfang in der Privatpension von Frau Anna recht herzlich. Während unseres Aufenthalts wurden wir dort bestens versorgt und fühlten uns auch sehr wohl.

bericht_medjugorje_1In der Pfarrkirche von Medjugorje wird täglich um 9:00 Uhr der Gottesdienst in deutscher Sprache gefeiert. Dieser wird musikalisch von Ordensschwestern gestaltet und von den Priestern, welche die Pilgergruppen begleiten, sehr feierlich zelebriert. Die Gottesmutter betont in ihren Botschaften auch immer wieder, wie wichtig die Hl. Messe für uns ist und wie nahe wir Gott dabei sind. Im linken Seitenschiff der Kirche befindet sich der mit Orchideen geschmückte Marienaltar, der zum stillen Gebet zur Muttergottes, „Königin des Friedens“, einlädt. „Der Friede soll herrschen zwischen Gott und den Menschen und auf der ganzen Welt.“

Ein eindrucksvolles Erlebnis bei unserer Pilgerfahrt war auch der Weg auf den Erscheinungsberg. Man geht langsam auf dem steinernen Fußweg und spürt die Festigkeit der Erde unter den Füßen. Der Himmel ist sehr nah, die Sonne erstrahlt den Berg und das Land. Ein solches Geschenk kann nur von Gott kommen und von jenen, deren Herzen vom Glauben erfüllt sind, verstanden werden. Beim besinnlichen Verweilen vor der Marienstatue am Erscheinungsplatz spürt man ein besonderes Gefühl von Ruhe und Frieden.

Wir besuchten auch verschiedene Gemeinschaften wie beispielsweise Cenacolo, ein von Schwester Elvira gegründeter Zufluchtsort für junge Menschen in Krisensituationen – besonders bei Drogenproblemen. Hier entdecken sie durch Gebet und Arbeit wieder die Liebe zum Leben, um später erneut auf eigenen Füßen stehen zu können. Sie werden von einem so genannten „Schutzengel“ aus ihrer Gruppe begleitet der ihnen hilft und sie durch gemeinsame Gespräche bestärkt.

Bei den „Schwestern der Seligpreisungen“ konnten wir an einem Vortrag von Schwester Olga über den Rosenkranz teilnehmen, der uns zu neuen Denkanstößen über die Geheimnisse in unserem täglichen Leben anregte.

bericht_medjugorje_2Beeindruckend war auch die Lebensgeschichte von Pater Slavko Barbaric, der fast von Beginn der Erscheinungen an die Seherkinder begleitet und unterstützt hatte. Er widmete sein Leben bis zu seinem Tod im Jahr 2000 ganz der Verbreitung der Botschaften. Das von ihm gegründete Mutterdorf setzt sich für Mütter in Notsituationen und für schwache, verletzte und dadurch auch depressive Kinder ein und gibt ihnen ein liebevolles Zuhause und eine Zukunftsperspektive im Glauben.

Vor der täglichen Abendmesse in Medjugorje werden zwei Rosenkränze gebetet. Dieser internationale Gottesdienst wird mittels Radio übersetzt und kann so über Kopfhörer in der jeweiligen Landessprache verfolgt werden. Wir hatten auch die Gelegenheit, an der Anbetung teilzunehmen, die durch kurze Lieder in verschiedenen Sprachen sehr stimmungsvoll gestaltet war.

Gestärkt durch die vielen eindrucksvollen Erlebnisse traten wir am Freitag nach dem Gottesdienst die Heimreise an. Es war eine Zeit der Vertiefung und Gemeinschaft. Dies wurde auch deutlich, als zwei Pilger ihr Glaubenszeugnis ablegten.

Medjugorje ist nicht nur ein Ort, an den man einfach hinfährt, man wird gerufen. Jemand stellte einmal die Frage: „Was soll ich meinen Freunden zu Hause erzählen, damit sie auch nach Medjugorje kommen?“ Die Antwort lautete: „Du brauchst nicht viel zu reden, versuche so gut du kannst, die Botschaften zu leben und die Menschen werden von sich aus neugierig sein.“

 

Pilger unterwegs.

Pilger unterwegs.

 

Luise Tiefenbacher, Katharina Presler

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