18:30 Uhr Heilige Messe via EWTN

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Ich hör dir zu - Fastenzeit 2020

200 Jahre Clemens Maria Hofbauer

17.03.2020 - Wort von Dr. Daniela Breuer-Gartner

"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier,
dem vertraute Abläufe und Rituale Sicherheit geben."

Dr. Daniela Breuer-GartnerDen Alltag braucht es, um Sicherheit zu verspüren.

Die Wochentage sind strukturiert, die Wochenenden da zum Entspannen, um Freunde oder Familie zu treffen, Ausflüge zu machen oder die Sonntagsmesse zu besuchen.

All diese Dinge erschienen mir immer so selbstverständlich und als ich von diesem neuen Virus Anfang des Jahres hörte, ging es mir vermutlich wie auch Ihnen.

Eine Krankheit in China. - Schlimm, aber weit weg.

Doch in den letzten Wochen kam dieses Virus näher und ich spürte eine wachsende Besorgtheit und als dann die ersten Fälle in Italien auftraten, war klar, dass die Gefahr da ist. Mitten unter uns. Das Unbekannte löst Angst aus. Und in diesem Fall war es die Angst um die Gesundheit der Liebsten.

Als sich herausstellte, dass das Virus vor allem für die älteren Menschen gefährlich werden kann, begann ich mir Sorgen um unsere Mütter zu machen.

Plötzlich liest und hört man, dass der Kontakt zwischen Großeltern und Enkelkindern strikt zu vermeiden ist.

Ich bin in der dankbaren Situation, dass meine Söhne von beiden Großmüttern ausgezeichnet betreut werden und nun musste ich den Buben erklären, dass sie die Omas nicht mehr treffen dürfen, weil der Kontakt die Gefahr einer Ansteckung birgt. Ein harter Schlag für beide Seiten, aber angesichts der aktuellen Entwicklungen absolut notwendig!

Als Ärztin sind mir die Risiken und folgen einer Infektion bewusst, wir bereiten uns im Krankenhaus gerade intensiv auf mögliche Szenarien vor und ich muss gestehen, dass mir diese neue, ungewohnte Situation auch Angst macht. Aber ich sehe auch, dass in dieser Sache alle an einem Strang ziehen und ihr Bestes zu geben versuchen.

Trotz der Distanz, die uns das Virus aufgezwungen hat, verspüre ich einen Zusammenhalt. Nicht nur in der Arbeit, auch innerhalb der Familie und im Freundeskreis. Ein Anruf, ob alles okay ist, eine liebe Nachricht per SMS oder WhatsApp geben mir ein gutes Gefühl.

Die fehlende körperliche Nähe kann kompensiert werden mit lieben Gedanken und Gesten. Wir sind nämlich auch in diesen schweren Zeiten nicht allein, auch wenn wir unsere gewohnten sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken müssen.

Und wir dürfen Hoffnung und Zuversicht haben, weil gerade diese Angst und Unsicherheit vor dem Virus auch die Möglichkeit eines nie dagewesenen Zusammenhalts birgt. Wir sind alle gerade in derselben Situation und können uns gegenseitig eine Stütze sein.
Denken wir also positiv und nutzen die Zeit für Angelegenheiten, die oft zu kurz kommen.

Und manchmal tut es auch einfach gut, mal inne zu halten und Danke zu sagen für Dinge,
die man immer als selbstverständlich angesehen hat.


Dr. Daniela Breuer-Gartner

 

Karwoche 2020

- Die Feier der Hl. Woche -

Pfarrverband Live!
Live-Übertragung von Gottesdiensten aus dem Pfarrverband Retz über die Pfarrverbandswebsite.

PALMSONNTAG, 05.04.2020
08:30 Uhr Hl. Messe - Live Stream Gemeinde Obernalb/Unternalb

GRÜNDONNERSTAG, 09.4.2020
19:00 Uhr Letztes Abendmahl - Live Stream Gemeinde Retz

KARFREITAG, 10.04.2020
19:00 Uhr Leiden und Sterben Jesu - Live Stream Gemeinde Retz

KARSAMSTAG, 11.04.2020
20:00 Uhr FEIER DER OSTERNACHT - Live Stream Gemeinde Retz

OSTERSONNTAG, 12.04.2020
08:30 Uhr Hl. Messe - Live Stream Gemeinde Obernalb/Unternalb


- Die Links zu den geplanten Live Streams werden Ende der Woche freigeschaltet. -

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