Allerheiligen - Allerseelen

Das ist es, was Gott will: eure Heiligung
 (1Thess 4,3)

Die Feste Allerheiligen und Allerseelen laden ein, den Blick von der irdischen Welt hinzulenken auf das Himmlische, Ewige, auf Gott selbst. Sie erinnern uns, dass ein jeder Gläubige berufen ist, Anteil zu erhalten an der Heiligkeit Gottes. Der Mensch, so begrenzt und schwach er auch sein mag, ist gerufen einer Wirklichkeit teilhaft zu werden, die weit größer ist als er selbst und die über das Sichtbare hinausreicht. Deshalb kann er die Heiligkeit auch nur als Geschenk erhalten, das er sich allerdings durch ein entsprechendes Leben erst aneignen muss.

Gottesdienste im Pfarrverband Retz am 1. November (Allerheiligen)
Hl. Messen:
08:00 Uhr Kloster Retz; 08:30 Uhr Kleinhöflein/Unternalb; 10:00 Uhr Pfarrkirche Retz; 10:30 Uhr Kloster Retz
Andachten mit Friedhofsgang:
12:30 Uhr Kleinriedenthal; 13:00 Uhr Unternalb; 14:00 Uhr Kleinhöflein/Obernalb/Pfarrkirche Retz

Gottesdienste im Pfarrverand Retz am 2. November (Allerseelen)
Gedenkfeier der Gefallenen:
16:00 Uhr Soldatenfriedhof Retz
Rosenkranz-Gebete:
16:30 Uhr Kleinriedenthal / Obernalb / Unternalb; 18:30 Uhr Pfarrkirche Retz
Hl. Messen:
17:00 Uhr Kleinriedenthal / Obernalb; 18:00 Uhr Kloster Retz; 19:00 Uhr Pfarrkirche Retz

 

Allerheiligen

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott.
 (Thess 4,3)

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Zu Allerheiligen feiern wir all jene Verstorbenen, deren Leben sich in Gott schon vollendet haben. Ihr Leben ist Gott ähnlich geworden. Daher dürfen wir sie auch "heilig" nennen. Unter diesen Heiligen gibt es solche, deren Heiligkeit von der Kirche offiziell anerkannt wurde, damit ihr Leben uns zum Vorbild diene. Viel größer aber ist die Schar der unzähligen Heiligen, der Kinder und Erwachsenen, der Männer und Frauen, der Kleriker und der Laien, der Armen und der Reichen ..., die nicht offiziell anerkannt wurden, die aber Gott nicht weniger geheiligt hat, weil sie Christus in der Treue des Alltags und in den Momenten des Kreuzes nachfolgten und ihr Leben dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe unterstellten.

Die hl. Thérèse von Lisieux sagte: "Ich werde meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun." Sie erinnert an die "Gemeinschaft der Heiligen", die im Himmel für uns eintreten und an die wir uns fürbittend wenden können.

 

Allerseelen

Es ist Brauch zu Allerseelen die Gräber zu besuchen, sie zu schmücken und für die Verstorbenen zu beten. Die Angehörigen drücken so ihre Liebe und Wertschätzung gegenüber den Verstorbenen aus, die, obwohl von dieser Welt gegangen, doch nicht vergessen sind. Die Gräber sprechen zu uns von der Kürze des irdischen Lebens. Sie mahnen uns die Zeit zu nützten, die uns gegeben ist, um das Gute zu tun, indem wir Christus nachfolgen. Die Kirche erinnert an Allerseelen an "alle Seelen", die noch nicht zu jenen von "Aller-Heiligen" gehören, weil ihr irdisches Leben nicht ganz in Gott verwandelt war, und empfiehlt sie unserem Gebet. Durch Gebet, Buße, Hl. Messen (Messintentionen) und Ablässe können wir mitwirken, dass sich ihr unvollkommenes Leben in Gott vollende. In all diesen Handlungen verlebendigt sich der Glaube, dass Jesus "der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,16) ist. Wer an ihn glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt (Joh 11,25).

 

Ablass von Allerheiligen und Allerseelen

Jede Tat hat ihre Folgen. Jede gute Tat, aber auch jede schlechte. Die Folgen jeder schlechten Tat müssen aufgearbeitet werden. Als Christen gehören wir zu einer Gemeinschaft, die füreinander einsteht. Im Ablass wird das konkret. Was wir Gutes tun, können wir den Verstorbenen zuwenden, und wirken so an der Aufarbeiten ihrer Schuld und Sünde mit. Der Ablass ist also eine besondere Form der Wiedergutmachung. Hier wird das Gebot konkret: Einer trage des anderen Last. (Gal 6,2)
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Die Erfordernisse eines Ablasses sind:

  • • Beichte und entschlossene Abkehr von jeder Sünde
  • • Kommunionempfang und Gebet in den Anliegen des heiligen Vaters
    (Glaubensbekenntnis, Vater Unser, Gegrüßet seist du, Maria)
  • • Besuch einer Kirche an Allerheiligen oder Allerseelen bzw. am Sonntag vor oder nach Allerheiligen
  • • Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen

Bleibt eines der genannten Elemente unerfüllt, handelt es sich um einen Teilablass.

 

Allerheiligenstriezel

Der Allerheiligenstriezel erinnert an den Brauch, die Armen zu Allerheiligen mit Brot zu beschenken. Vor allem für die Patenkinder der armen Familien bedeutete ein solches Geschenk eine wirkliche Freude. Der Striezel mit seinem Zopf soll an die Verbindung von Himmel und Erde sowie an einen liebevollen Umgang untereinander erinnern (Info und Rezept aus: www.steyler.eu)

Zutaten:

500 g Mehl, 20 g Germ, 1/4 l Milch, 50 g Kristallzucker, 100 g Butter, 3 Eidotter, 1 TL Salz, 1 EL Vanillepuddingpulver, 1 TL Vanillezucker, 1/2 EL Rum, 1 Ei zum Bestreichen, uU. Hagelzucker (Mandelsplitter).

Zubereitung:

Aus den Zutaten einen Germteig bereiten und an einem warmen Ort rasten lassen. Einmal zusammenschlagen und erneut aufgehen lassen. Den Teig durchkneten und in sechs gleich große Teile teilen. Diese zu ca. daumendicken, gleich langen Rollen formen, die an beiden Enden leicht spitz zulaufen.
Flechten der Rollen. Geflochtene Striezel auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben und nochmals 20 Minuten rasten lassen. Mit versprudeltem Ei bestreichen und eventuell mit Hagelzucker bestreuen. Bei 180 °C ins noch kalte, bereits eingeschaltete Backrohr geben und ca. 45 Min. backen.

 

Pfarrer Dechant Clemens Beirer

 

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