Das Sakrament der Ehe

Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis. Ich beziehe es auf Christus und die Kirche.” (Eph 5,31-32)

Bei der Trauungsfeier versprechen einander die Brautleute "nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss" Liebe und Treue. Der Ehebund zwischen zwei Getauften ist ein Sakrament, das heißt: er bildet den Bund Christi mit seiner Kirche ab.

In der Trauungsfeier nehmen die Brautleute einander vor Gottes Angesicht als Geschenk für das Leben an. Durch die Erklärung, einander geistig und leiblich anzunehmen und sich einander zu schenken, wird die Ehe gestiftet. Sie ist auf das Wohl beider Ehepartner ausgerichtet.

Trotzdem greift es zu kurz, die Trauung als eine private Feier zweier Menschen zu bezeichnen. Die Brautleute bekunden vielmehr öffentlich ihre Bereitschaft, als Ehepaar Mitverantwortung für Kirche und Welt zu übernehmen. In der Ehe drückt sich die persönliche Berufung aus, am Aufbau von Kirche und Welt mitzuwirken. Die Ehepaare sind berufen, miteinander die Liebe Jesu zu seiner Kirche sichtbar zu machen. Die Trauung ist ein Ereignis der Kirche, in der zwei Menschen von der Kirche gesendet werden, in ihrer Liebe zueinander die Liebe Christi zu verkünden, Kirche im Kleinen zu leben.

Anmeldung der Trauung

Die Anmeldung der Trauung geschieht in der Pfarre, wo einer der beiden Brautleute seinen Wohnsitz hat. Um eine Trauung gütlig zusagen zu können, braucht es ein so genanntes Eheprotokoll, das mit dem Pfarrer geführt wird. Es dient dazu, (1) die Personalien (Name, Adresse, ...) auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, (2) abzuklären, ob es Gründe gibt, die einer Eheschließung entgegen stehen (etwa das Bestehen einer Ehe, ...) oder sie behindern (Krankheit, ...), und (3) schließlich zu erfragen, ob die Brautleute in ihrem Entschluss einander kirchlich zu trauen, das christliche Bild von Ehe (Treue, Unauflöslichkeit, ...) bejahen.

Vor der Ehe ist ein Ehevorbereitungsseminar zu besuchen. Unter den vielen Angeboten sind die Ehevorbereitungsseminare nach Schönstatt aufgrund ihrer Qualität und Tiefe hervorzuheben.

Das Eheprotokoll ist mindestens 6 Monate vor dem Hochzeitstermin zu führen. Sämtliche Informationen betreffend der Anmeldung zusammen mit den häufigsten Fragen rund um die Trauung finden Sie im folgenden PDF-Dokument.

 

Download

 

TOP