Entwicklungsprozess

Diözesaner Entwicklungsprozess Apg 2.1

Die Erzdiözese Wien ist mitten in einem Veränderungsprozess, um ihrer Sendung in der Welt treu zu bleiben. Gerufen in die Schule Jesu entwickeln wir neue Strukturen kirchlichen Lebens in Gemeinschaften vor Ort.  (Apg 2.1)

Der Beginn des Diözesanen Entwicklungsprozesses

reformprozess_2Den Auftakt für den diözesanen Entwicklungsprozess bildete der Hirtenbrief 2008 von Kardinal Christoph Schönborn. Mit dem Hirtenbrief 2011 und der Errichtung der Steuerungsgruppe wurde dem Prozess eine Priorität eingeräumt. Aber warum braucht es überhaupt einen Entwicklungsprozess? Kardinal Christoph Schönborn unterscheidet dabei Gründe und Anlässe:
Die Anlässe sind die äußeren Faktoren, die uns zum Handeln zwingen: Rückgang der Katholiken (um 40% weniger Katholiken als vor 50 Jahren), der Finanzen und der Priester usw. Der Mangel drängt zum Handeln. Die Gründe aber liegen tiefer: Die Veränderungen der Gesellschaft und das Entdecken des gemeinsamen Priestertums. Wenn Kirche für die Menschen da sein soll, dann muss sie sich mit den Menschen verändern. Dabei wird der besonderen Berufung der Laien für die Welt besondere Aufmerksamkeit zu schenken sein.

 

Die Umsetzung im Vikariat Nord

Was heißt das nun für das Vikariat Nord? Auf der Basis der Leitlinien 2012 hat Bischofsvikar Weihbischof Turnovzsky 2013 einen Fahrplan in zwei Phasen erstellt. Die Phase der Bewusstseinsbildung (2013), in der es besonders darum ging, aufzuzeigen, dass die Strukturfragen der Notwendigkeit von Mission und Jüngerschaftsschulung zugeordnet sind. In dieser Phase gab es mehrere Treffen mit den Pfarrgemeinderäten, den Dechanten und Ordensobeberen, um daraus Vorgaben zu entwickeln. In der zweiten Phase der Konkretisierung (2014) widmete man sich vor allem den Strukturfragen.reformprozess_1

Im ganzen Prozess gibt es die Gefahr, seine spirituelle und strukturelle Dimension voneinander zu trennen. Um die strukturelle Fragestellung geistlich zu unterheben, bat Bischofsvikar die Pfarrgemeinderäte, noch Ende 2013 einen Pfarrgemeinderat dem gemeinsamen Bibelteilen zu widmen. Die Rückmeldungen waren sehr ermutigend. Um den geistlichen Prozess zu erden, ersuchte er unter Vorgaben um Rückmeldungen dazu, mit wem und wie sie sich in Zukunft die Pfarren als Pfarrverband organisieren wollten. Dieser Pfarrverband musste eine gewisse Größe (zw. 50-100 km2), eine gewisse Bevölkerungsdichte (im ländlichen Gebiet 3.000-5.000 Katholiken) und eine gewisse Anzahl von Priestern (3-5 Priester) aufweisen. Die Vorschläge wurden im Frühjahr 2014 gesammelt und am am Vikariatstag (siehe Vikariatstag Herbst 2014) im September präsentiert.

Im Jänner 2015 wird es eine Woche mit den Dechanten geben, wo die Vorschläge nochmals diskutiert werden. Im Juni 2015 wird die Erzdiözese Wien entscheiden, welche Pfarrverbände einzurichten sind, sodass schließlich mit der Umsetzung begonnen werden kann. Die Pfarrverbände sind ein wichtiger und notwendiger Zwischenschritt für das Ziel des Entwicklungsprozesses, der "Pfarre neu".

 

Der Vorschlag für den Pfarrverband Retz

In den Dekanatstreffen wurden besonders folgende Varianten diskutiert:

  • Variante A: drei Pfarrverbände (Pulkau, Retz, Zellerndorf) und zwei selbständige Pfarren (Unterretzbach und Mitterretzbach).
  • Variante B: drei Pfarrverbände (Pulkau, Retz mit Unterretzbach und Mitterretzbach, Zellerndorf)
  • Variante C: drei Pfarrverbände (wie Variante B, aber mit zusätzlichen Veränderungen in Pulkau)
  • Variante D: zwei Pfarrverbände (Pulkau und Zellerndorf gemeinsam, Retz mit Unterretzbach und Mitterretzbach).

 

Pfarrer Clemens Beirer

 

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